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Körnerkissen

Körnerkissen werden, abhängig von ihrem Füllmaterial, in der Wärme- als auch Kältetherapie eingesetzt . Aber auch bei vielen anderen Beschwerden wie Verstauchungen, Muskelschmerz oder auch bei Erkältungen finden sie Anwendung. Durch die beruhigende Wirkung der Körner werden, je nach Größe und Form, auch Meditationskissen mit Dinkelspelzen und/oder Buchenweizenschalen oder Hirsepelzen als Füllung hergestellt.

Die am häufigsten verwendeten Körnerkissen sind Dinkelkissen und Kirschkernkissen.

Weitere Körnerkissen:

  • Buchenweizenkissen, 
  • Hirsekissen
  • Roggenkernkissen

 

Obstkernkissen:

  • Traubenkernkissen
  • Apfelkernkissen

Weitere Getreidekörner wie Raps oder Mais sind dazu gekommen oder werden miteinander kombiniert und zusätzlich mit Kräutern verfeinert um die heilende Wirkung noch zu verbessern.

Was genau sind aber nun Körnerkissen?

Wärmekissen sind aus biologischem Rohstoffen angefertigt und stellen ein natürliches Heilmittel da. Um die volle Wirkungskraft auszuschöpfen werden die Kissen, je nach Anwendung auf eine bestimmte Temperatur erhitzt oder gekühlt. Hier wird die besondere Eigenschaften der Körner genutzt die Temperaturen auf lange Zeit zu speichern. Die Kissen gibt es in verschiedenen Formen und Variationen. So werden Wärmekissen als Handschuhe gefertigt, für die Kinder gibt es Kuscheltiere als Wärmekissen, für die Augen kühlenden Brillenkissen oder für den Nackenbereich ein Nackenhörnchen.

Um gerade bei den kleinen Körnern ein verrutschen zu vermeiden, werden die Kissen in einzelne, kleinen Kammern untergliedert. Diese Klammern sind individuell je nach Form längs, quer oder quadratisch versteppt.

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Wie funktioniert ein Körnerkissen?

Die Körnerkissen können in der Mirkowelle für ca. 90 Sekunden bei 800 Watt oder im Ofen bei 100 Grad für ca. 15 Minuten erhitzt werden. Möglich ist es auch, das Kissen auf eine Heizung oder auf einen Kachelofen zu legen und regelmäßig die Temperatur überprüfen.

Wichtig bei allen Methoden: Nicht zu lange aufwärmen, da die Körner bzw. Kerne auch zu heiß werden und kleine Brandlöcher im Stoff entstehen können!

Bei Verstauchungen oder Prellungen kann das Körnerkissen als Kühlung verwendet werden. Hierfür wird das Kissen in der Kühlschrank oder für wenige Minuten ins Gefrierfach gelegt.

Die Funktionsweise hängt aber auch von der Füllung des jeweiligen Kissen ab. Rapskörner verfügen über einen hohen Ölanteil wodurch die Wärme bzw. die Kälte von allen Körnerkissen am besten aufgenommen und am längsten gespeichert werden kann.

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Der erhöhte Ölanteil der größeren Kirschkerne ermöglicht auch diesen Kissen eine hohe Wärme- bzw. Kältespeicherung.

Dinkelkissen sind aufgrund des enthalten Dinkelpelz sehr atmungsaktiv und feuchtigkeitsregulierend.

Körnerkissen sind auf rein biologischer Weise aufgebaut, allerdings sollte vor Anwendung eine eventuelle Allergie gegen das Füllmaterial ausgeschlossen werden. Besonders bei Weizen und Roggen kann dies der Fall sein. Niesattacken und Hautreizungen sind erste Warnzeichen gegen eine Allergie der verwendeten Füllung.

Da die Kissen nur punktuell angewendet werden, begrenzen sich die Größen auf maximal 40×40 cm oder längst auf 40×60 cm.

Wichtig bei der Füllung zu beachten:

Die Körner bzw. Kerne müssen frei sein von Fruchtfleisch und Schadstoffen, um Reizungen/Hautirritationen zu vermeiden.

Was bewirkt ein Körnerkissen? 

Diese biologische Allzweckwaffe wird bei vielen Beschwerden oder Wehwechen eingesetzt:

  • bei Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich
  • Muskelschmerzen
  • Bauchschmerzen/Menstruationsbeschwerden
  • Prellungen
  • Muskelkater
  • Schwellungen durch z.B. Insektenstiche
  • Sonnenbrand
  • Nierenschmerzen
  • Schwellungen um die Augenpartie/Augendruck
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Nicht einsetzen sollte man die Kissen als Wärmetherapie bei Fieber, lokalen Entzündungen und entzündlichen Rheuma!

Die wesentliche Aufgabe des Kissen besteht also darin, die Blockierungen aufzulösen oder Schwellungen zu mindern bzw. zu verhindern.

Zusätzlich können aber durch das Beimischen von verschiedenen Kräutern und Gewürzen Düfte freigesetzt werden, die eine entspannende Wirkung haben können. Auch die Körner selbst setzen durch das Erwärmen Aromastoffe frei, die die Atemwege frei machen und zusätzlich die Psyche positiv beeinflussen können.

In der Ergotherapie werden Körnerkissen aufgrund der fühlbaren Körner gerne eingesetzt um durch Greifübungen die motorischen Fähigkeiten zu fördern.

Nicht einsetzen sollte man die Körnerkissen als Wärmetherapie bei Fieber, lokalen Entzündungen und entzündlichem Rheuma!

 

Was ist besser? Körner- oder Obstkernkissen?

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Kann ich pauschal so nicht beantworten. Jedes Kissen hat eigentlich seine Vorteile. Körnerkissen sind kleiner als Obstkernkissen und passen sich dadurch besser dem Körper an. Da viele aber allergisch auf Getreidekörner reagieren, wäre in diesem Fall ein Obstkernkissen die sinnvolle Alternative.

Obstkernkissen können, wie oben schon erwähnt, die Wärme/Kälte länger speichern und durch die Große der Kerne erfährt die betroffende Partie noch eine wohltuende Massage. Beide Kissen können aber wunderbar zum Entspannen mit einem Sitzsack kombiniert werden. Beschreibung, Aufbau und sonstiges kann hier nachgelesen werden.

 

Wie wasche ich ein Körnerkissen

Körnerkissen sind in der Regel nicht waschbar! Durch das Waschen verkleben die kleinen Körner oder schimmeln im schlimmsten Falle!

Muss auch nicht gewaschen werden, da durch das erhitzen der Körner Bakterien und Keime abgetötet werden. Ratsam ist es, die Körner alle zwei bis drei Jahre auszutauschen, da diese ihre Speicherfähigkeit mit der Zeit verlieren. Ist das Kissen aber mal verschmutzt, kann man die Körner auch raus nehmen und nur den Bezug waschen. Oder man kauft sich gleich einen Überbezug um diesen dann regelmäßig abzuziehen und zu waschen.

Körnerkissen sind aber sonst bei normalen Gebrauch sehr pflegeleicht und oft reicht es auch nur, das Kissen nach Gebrauch in die Sonne zu legen, damit es trocknen und ausdünsten kann und um neue Energie zu laden.

Dinkelkissen selbst nähen